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Gutes tun und Dankbarkeit leben – eine leise Kraft in der Weihnachtszeit

Um was geht es bei diesem Beitrag:

Die Weihnachtszeit lädt uns jedes Jahr dazu ein, innezuhalten. Der Alltag wird langsamer, die Tage sind kürzer, die Gespräche oft ein wenig ehrlicher. Gerade in dieser Zeit rücken Werte wie Dankbarkeit, Mitgefühl und Nächstenliebe wieder stärker in den Fokus,  zumindest für einen Moment.

Doch genau diese Momente sind kostbar. Denn sie erinnern uns daran, was im Trubel des Jahres leicht verloren geht: dass vieles, was für uns selbstverständlich erscheint, in Wahrheit ein großes Privileg ist.

Dankbarkeit als Haltung, nicht als Pflicht

Dankbarkeit bedeutet nicht, Probleme zu übersehen oder Sorgen klein zu reden. Sie bedeutet, bewusst wahrzunehmen, was trägt. Frieden, Sicherheit, Bildung, ein Dach über dem Kopf, Dinge, die für viele Kinder und Jugendliche hierzulande Alltag sind, die aber weltweit alles andere als selbstverständlich sind.

Gerade junge Menschen wachsen in einer Welt auf, die von Unsicherheiten, Krisen und Dauerinformationen geprägt ist. Umso wichtiger ist es, den Jugendlichen Räume zu eröffnen, in denen sie nicht nur auf das schauen, was fehlt, sondern vor allem auf das, was da ist.

Mein Appell im Klassenzimmer

In den vergangenen Wochen habe ich diesen Gedanken bewusst in meine Klassen getragen. Kein moralischer Zeigefinger, keine Belehrung, sondern eine Einladung zum Nachdenken.

Wir haben uns daran erinnert, wie viel Glück wir haben, in Frieden leben zu dürfen. Wie wertvoll es ist, Zugang zu Bildung zu haben, medizinisch versorgt zu sein, sich frei äußern zu können. Und auch darüber, dass Dankbarkeit nichts Abgehobenes ist, sondern im Kleinen beginnt: beispielsweise im Miteinander, im respektvollen Umgang und im Helfen.

Gutes tun erfolgt oft ganz leise

Was mich besonders berührt hat, war die Offenheit, mit der die Schülerinnen und Schüler diesen Impuls aufgenommen haben. Auch wenn ich natürlich nie alle Kinder und Jugendlichen in meinen Klassen erreichen kann, freut es mich jedes Mal, wie die Reaktion und das Handeln einiger neue Formen annimmt.  

Und vielleicht ist genau das der Kern von „Gutes tun“: nicht spektakulär, sondern ehrlich. Nicht laut, sondern wirksam.

Warum diese Gespräche so wichtig sind

Derartige Gespräche haben im klassischen Lehrplan oft keinen festen Platz. Dennoch nehme ich mir regelmäßig Zeit dafür. denn sie sind essenziell. Sie stärken Empathie, fördern Perspektivwechsel und helfen jungen Menschen, sich selbst in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.

Dankbarkeit kann stabilisieren. Sie schafft Boden unter den Füßen. Sie hilft, sich weniger zu vergleichen und mehr zu verbinden. Und sie erinnert daran, dass wir selbst Teil dessen sind, was diese Welt ein Stück besser machen kann.

Ein Wunsch für diese Zeit

Ich wünsche mir, dass wir diese Haltung nicht nur in der Weihnachtszeit leben. Dass wir Kindern und Jugendlichen regelmäßig Räume geben, um über Werte, Verantwortung und Mitmenschlichkeit zu sprechen.

Denn wer früh erlebt, dass Gutes tun Sinn stiftet und Dankbarkeit stärkt, trägt diese Erfahrung weiter – leise, nachhaltig und aus innerer Überzeugung.

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